Das war 2019:

Felix-Oliver Schepp mit "Hirnklopfen" auf dem Heuboden

Felix-Oliver-Schepp
Neues Jahr, neuer Spielort: Nachdem der Wasserturm in Moorburg zumindest vorerst seine Tore geschlossen hat, ist "Sonntags um Fünf " kurzerhand auf den ehemaligen Heuboden des Brandtschen Hofes am Moorburger Elbdeich 263 umgezogen. Den Anfang der Kleinkunstreihe machte am 27. Januar Felix Oliver Schepp. Vor gut gefülltem Haus machte er sich mit seinen schrägen Liedern und skurril-poetischen „scheppsons“ auf die Suche nach dem richtigen Maß. Da ging es um Kinder, die bis zur Kritikunfähigkeit hochgelobt werden, um die Geltungssucht der Generation Individuell und den Appel, sich nicht auszuruhen auf diesem ewigen „Bleib wie Du bist“.
Die Reaktionn des Publikums: Weiter so – auch mit "Sonntags um Fünf" am neuen Spielort.

 

Victoria Car und Markus Bruker entführten in die Welt der Operette

Das Operette begeistert, bewiesen am 24. Februar Sopranistin Viktoria Car und Pianist Markus Bruker.  "Von Schubert bis Schmäh – "Von Wien bis Moorburg" nannten sie ihre rasante Reise durch zwei Jahrhunderte Österreich mit Abstechern nach Norddeutschland. Angefangen mit Schubert-Liedern führten Car und Bruker über Brahms und die goldene Operetten-Zeit schwungvoll bis zum Wienerlied. Dass Publikum auf dem ehemaligen Heuboden des Brandtschen Hofes verlangte gleich dreimal nach einer Zugabe.

Beeindruckende Lied-Kunst                        von Schüller & Bandt

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All denen, die am 31. März nicht dabei waren, ist etwas durch die Lappen gegangen. Dass ist nicht nur unsere Meinung, sondern ganz eindeutig die des Publikums, dass die beiden Liedermacher mehrfach zu einer Zugabe brachte.

In ihrem Programm "Heimatkunde" springen Ralf Schüller und Bastian Bandt zwischen Lebensweisheiten, dummen Zeug und klugen Sprüchen, Gitarren, Gekicher und heiße Tränen. Und dass immer mit Tiefgang! Nicht umsonst ist Schüller u.a. mit dem Textpreis "Goldene Heuschrecke" und Bastian Bandtmit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden. Wer also Gelegenheit dazu hat, sollte sich die beiden unbedingt einmal ansehen!

 

Ausverkauftes Haus:

Frank Roder als Joachim Ringelnatz

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Mehr Besucher wären nicht gegangen: Vor ausverkauftem Haus stellte Frank Roder am 28. April überzeugend seinen Joachim Ringelnatz in Moorburg vor. Immer wieder gab es Szenenapplaus, die Zuschauer waren begeistert und natürlich ging es ohne Zugabe nicht.

Auch Roder war angetan: "Eine außergewöhnliche und wunderbare Spielstätte" attestierte er nach der Aufführung im Gespräch mit dem Publikum der Moorburger Art. Vielen Dank, Frank Roder!

Intellektuelle Lebens:freude mit

Stephan Krawczyk

Wahrlich ein intellektueller Leckerbissen war der Auftritt von Stephan Krawczyk am 26. Mai auf der Kleinkunst-Bühne von Moorburger Art. Krawczyk sang, las und erzählte über die Freude an einem freien und sinnlichen Leben. Freud und Leid moderner Technik, das Aufeinandertreffen mit Andersdenkenden oder Nachdenkenswertes zu unserer Geschichte waren für ihn genauso Thema wie Frühling und  Geschlechtsverkehr. Ein Abend, der das Publikum mal nachdenklich verharren, mal mit einem Lachen mitsingen lies. Was bleibt, ist der Eindruck von einem Mann, reich an Talenten, den das Leben hin- und hergeworfen hat, der seine Kämpfe zu fechten hatte und der dabei nicht bitter geworden ist.

Manfred Maurenbrecher:

Das Recht auf Vergessenwerden

Am Sonntag, 29. September, stand die sprachgewaltige Liedermacher-Ikone Manfred Maurenbrecher auf der Bühne von Moorburger Art und präsentierte Auszüge aus seinem Programm "Das Recht auf Vergessenwerden" und dem "Grünmantel". Vorbei zogen 20 Jahre deutsch-deutsche Weltgeschichte. Dazwischen Lieder von unterwegs, von flüchtigen Begegnungen und großer Dauer und Spielen mit dem Heiteren und Abseitigen unserer Tage.

 

Nach dem Programm stand Manfred Maurenbrecher ganz hautnah für Frage und Antwort zur Verfügung.

Roger Stein: "Alles vor dem Aber... ist egal"

Mit leidenschaftlichen Liedern und Texten zeigte Roger Stein am 29. September einen Abend lang, dass alles vor dem Wort „Aber“ egal ist.  Ganz schön frech, ganz schön bös’, ganz schön schön!

Mit kraftvoller Vielseitigkeit, Selbstironie und Charme, rauschte Roger Stein multiinstrumental und reimgeladen durch sein drittes Soloprogramm.

Mal kritisierte, mal kokettierte er rund um und über die Gesellschaft, immer aus der Hüfte, unaufgesetzt und leicht, aber trotzdem auf den Punkt. Ein Abend voll Energie, Schalk und Romantik. Ein Abend auch, der Lust auf mehr gemacht hat. Wir hoffen, Roger Stein im nächsten Jahr wiederehen zu können!

 

Der Sänger, Songwriter, Pianist und Erzähler kann auf diverse Preise und Auszeichnungen verweisen: 2016 Finalist des Prix Pantheon, Paderborner Einohr 2014, Stockstädter Liedermacherpreis 2014, Troubadour Deutscher Song Contest 2013, Songpoetenpreis der Hanns-Seidel-Stiftung 2012.


Kunst & Kirschen:

Viele Besucher und Picknick-Party-Laune

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Landpartie-Flair mit ganz besonderem Kunsthandwerk und jeder Menge Specials – dass hatten wir für Kunst & Kirschen 2019 versprochen. Und unser Versprechen am 13. und 14. Juli auch gehalten. Peter Paul Ulrich kam kaum noch aus der Schmiede an seinen eigenen Stand, so fasziniert waren die Besucher von seiner Messer-Schmiede-Kunst. Und auch die Drechsel-Maschine von Carsten Rabe lief im Dauerbetrieb. Ähnlich erging es Nana König, die zwischen ihrem Porzellan  kaum eine ruhige Minute fand und dem Catering-Team, das sogar die Bänkelsänger in die Kuchenausgabe einspannen musste, um das kulinarische Interesse befriedigen zu können.

Highlight des Wochenendes war dann am Sonntag ab 16.30 Uhr Jon Flemming Olsen, der mit seinem Open-Air-Konzert das Publikum mitriss und gut gelaunte Picknick-Party-Stimmung verbreitete. Danke JFO!

Das war 2018:

Weihnachten mit Klaus-André Eickhoff

Weniger weihnachtlich, dafür musikalisches Kabarett zum Lachmuskel strapazieren mit Nachdenklichkeitscharakter – so präsentierte sich Klaus-André Eickhoff am 9. Dezember mit seinem Programm "Ach du Fröhliche" im Restaurant Wasserturm in Moorburg. Damit beschloss er für dieses Jahr den Reigen der Veranstaltungsreihe "Sonntags um Fünf" und war damit vorerst auch der letzte Künstler im Wasserturm. Denn der schließt ab dem neuen Jahr seine Pforten.

Volles Haus bei Matthias Brodowy

Einmal mehr ein volles Haus im Wasserturm, als der Kabarettist Matthias Brodowy am 25. November aus seinen Büchern "Einmal Labskaus und zurück" und "Der Leuchtturmhüter" las. Die typische Art, in der der 2013 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet Brodowy nebenbei aus dem Nähkästchen plauderte, das aktuelle Zeitgeschehen unter die Lupe nahm und in die Tasten griff, begeisterte das Publikum nachhaltig.

Ausgebucht bei Gesa Dreckmann

Da passte keine Maus mehr rein: Vor ausverkauf-ten Haus gab Gesa Dreckmann am 28. Oktober ihre Erfahrungen über das Landleben preis. Mal kräftig und deftig, mal spitzfindig und um die Ecke gedacht parlierte die Comedienne im Wasserturm und hatte die Lacher der Zuschauer auf ihrer Seite.

 

Tastenkabarett: Zwei Zugaben                      für Axel Pätz!

Gesang, Klaviereinlagen und Akkordeon – Axel Pätz präsentierte am 30. September mit Schwung und Wortwitz Absurditäten des täglichen Lebens. Er erntete Lachsalven für seine aberwitzigen Analysen über Bakterien unter Latexhandschuhen einer Fleischfachverkäuferin, ebenso wie für seine Alltagsbeobachtungen wie die zermürbenden Attacken pubertierender Jugendlicher. Sehr schön, sehr schräg. Diesen Abend mit zum Teil tiefschwarzem Humor durfte man sich nicht entgehen lassen. Völlig begeistert erklatschten sich die Zuschauer zwei Zugaben und werden die Wörter „Geburtstrauma“ und „Chill mal“ noch lange in kurioser Erinnerung behalten. Am Ende des Abends war klar: hier stand ein Großer aus dem Kleinkunstfach auf der Bühne des Moorburger Wasserturms.

 

Sebastian Schnoy begeisterte

Er kam zwar eine gute Weile zu spät – begeisterte die Besucher dafür aber umso mehr.

Sebastian Schnoy präsentierte am 27. Mai Auszüge aus seinem Programm "Vom Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt". 

Am 30. September geht es Sonntags um Fünf weiter mit Axel Pätz und seinem Programm "Das Niveau singt – Premium Gold" (Tastenkabarett)

 

Furioser Auftakt!

Vor einem voll besetzten Haus gaben Kabarettist Johannes Kirchberg, Autorin und Comedienne Gesa Dreckmann, Sopranistin Victoria Car und Pianist Markus Bruker sowie Kabarettist Felix Oliver Schepp am 29. April mit Auszügen aus ihren Soloprogrammen einen Eindruck, was die Besucher Sonntags um Fünf künftig im Wasserturm erwartet.
Furiose Auftritte mit viel hintergründigem Witz begeisterten das Publikum, so dass nach dem Programm bereits die ersten Vorbestellungen für die nächsten Veranstaltungen eingingen.